Die geplante Medienhochschule „E.M.S.“ war eines der Hauptthemen im vergangenen Wahlkampf.
Der Planer Berny Abt betonte im Wahlkampf immer wieder, dass es sich bei diesem Projekt nicht um ein Wahlkampfthema, sondern um eine seriöse und ehrliche Planung handeln würde.
Für die Emser Liberalen gerät das Projekt Medienhochschule jedoch zu einem Verwirrspiel.
Hintergrund: Das Gelände der ehem. Nachrichtenschule wird nun durch die „Westdeutsche Grundstücksauktionen AG“ im Auftrag des Bundes zur Auktion angeboten.
Das Mindestgebot für das Gelände liegt bei 350.000,-- Euro. Versteigerungstermin ist der 26 September 2009.
Dies sorgt beim Vorsitzenden der FDP Bad Ems, Mirco Kronschewski für Verwirrung.
„Herr Abt gab an, seit Ende Mai mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Verkaufsverhandlungen für das Gelände der ehem. Nachrichtenschule zu stehen. Ich frage mich nun warum das Gelände bei einer öffentlichen Auktion angeboten wird“, so Kronschewski.
Bei der anstehenden öffentlichen Auktion besteht auch die Möglichkeit für andere Interessenten das Gelände zu ersteigern.
Für die Emser FDP ist damit die Seriosität des Projekts Medienhochschule in Frage gestellt.
„Die bisherigen Äußerungen von Herrn Abt ließen darauf schließen, dass auch die Verkaufsverhandlungen positiv verlaufen sind. Stattdessen habe ich nun den Eindruck, dass man das Fell vom Bären bereits verteilt hatte, obwohl man ihn noch nicht erlegt hatte“, so der FDP-Chef.
Noch im Juli 2009 hieß es in einer Pressemitteilung, dass für die Medienhochschule ein Investitionsvolumen von 1,5 Millionen Euro bereit steht.
Warum nun beim Erwerb des Geländes auf eine Auktion spekuliert wird, ist für die FDP derzeit nicht nachvollziehbar.
Welche Hintergründe zu dieser Entwicklung geführt haben wollen die Liberalen von Abt direkt wissen.
In einem Brief fragt die FDP Berny Abt nach dem bisherigen Planungsstand des Projekts „E.M.S.“ und den Gründen für die offensichtlich gescheiterten Verkaufsverhandlungen.
„Die Geschehnisse um den „Russischen Hof“ haben wir nicht vergessen. Auch da waren die Planungen bereits weit fortgeschritten. Diese Erfahrung macht uns aufmerksam, wenn es nun bei der ehem. Nachrichtenschule eine Entwicklung gibt die Fragen aufwirft“, so Kronschewski.
Nach Ansicht der FDP kann eine seriöse Planung des Projekts Medienhochschule erst nach dem Erwerb des Geländes fortgeführt werden.
„Was helfen einem die schönsten Pläne und Computersimulationen wenn man kein Gelände hat auf dem man diese Pläne in die Tat umsetzen kann“, so der Vorsitzende der Liberalen abschließend.
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